Der richtige Umgang mit Atemwegs-erkrankungen

Atemwegsgesundheit bei Kälbern

Der richtige Umgang mit der Atemwegsgesundheit bei jungen Kälbern ist oftmals eine große Herausforderung. Die Aufrechterhaltung einer optimalen Lungenleistung ist von größter Bedeutung, um sicherzustellen, dass ein Kalb sein volles Potential entwickeln kann und zu einer leistungsstarken Milchkuh heranwächst

Aufbau der Atemwege

Die Atemwege von Kälbern sind sehr anfällig:

  • Die Lunge eines Kalbes entwickelt sich erst relativ spät. Erst wenn das Kalb zwei Jahre alt ist, ist die Lunge vollständig aufgebaut. Infolge dieser langsamen Entwicklung, haben die Kälber in den ersten zwei Jahren nur sehr wenig Reservekapazitäten bei Einschränkungen der Atemwege aufzuweisen.
  • Die Atemwege der Kälber sind natürlicherweise schmal aufgebaut, daher können sie sich leicht zusetzten.
  • Die Kälberlunge ist stark segementiert. Jedes Segment hat lediglich einen Anschlusspunkt an die Atemwegszufuhr. Falls dieser Punkt blockiert ist, funktioniert das komplette Lungensegment nicht mehr.

Die erste Reaktion der Kälber ist meist eine ehöhte Schleimproduktion zur Reinigung der Atemwege. Dies ist der Grund dafür, dass Kälber oftmals eine laufende Nase haben, sobald ihre Atemwege beeinträchtigt sind.

  • Kolostrummanagement

    Kolostrummanagement

    Stellen Sie sicher, dass die Kälber genügend und qualitativ hochwertiges Kolostrum direkt nach der Geburt erhalten. Dies verbessert die Immunität in den ersten Lebensmonaten.

  • Haltung

    Haltung

    Gute Haltungsbedingungen führen zu einer guten Atemwegsgesundheit:

    - Trennen Sie Kälber innerhalb von 24 Stunden nach der Abkalbung von der Mutterkuh.
    - Falls Sie die Kälber in Gruppen und nicht einzeln halten, achten Sie darauf, dass der Altersunterschied zwischen den Tieren nicht größer als 8 Wochen ist.
    - Vermeiden Sie eine Überbelegung der Ställe.

  • Vermeiden Sie Stresssituationen

    Vermeiden Sie Stresssituationen

    Stressige Situationen führen zu einem geschwächten Immunsystem. Vermeiden Sie daher Stresssituationen weitestgehend:

    - Entwöhnen Sie die Kälber Schritt für Schritt von der Milch und vermeiden Sie auch sonst plötzliche Änderungen in der Fütterung.
    - Stellen Sie sicher, dass jedes Tier genügend Platz an der Fütterung hat.
    - Vermeiden Sie es, Aktionen mit hohem Stresspotenzial gleichzeitig durchzuführen. Zum Beispiel: Keine Kälberenthornung und das Absetzten der Milch zeitgleich durchführen.

  • Klima

    Klima

    Das richtige Klima ist ein Schlüssel zum Erfolg:

    - Halten Sie die Tierumgebung stets sauber und trocken.
    - Vermeiden Sie Schwankungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
    - Wenn große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zu erwartet sind, scheren Sie die Kälber vorsorglich. Dies verringert das Schwitzen der Tiere und sorgt somit für trockene Tiere in der Nacht.
    - Die Luftwechselrate sollte bei etwa 6/h liegen. Zusätzlich sollte frische Luft zugeführt werden, die frei von Ammoniak und von anderen belastenden Gerüchen ist.
    - Die Kälber sollten genügend Platz haben, bei einer Luftzuführung von mindestens 10 Kubikmeter Luft für ein Kalb von 90 kg.

  • Impfungen

    Impfungen

    Konsultieren Sie Ihren Tierarzt um sicherzustellen, dass alle Kälber richtig geimpft werden.

Was tun, wenn das Atmen schwer fällt?

Sie können einiges tun, um die Atemwegsgesundheit Ihrer Kälber zu unsterstützen.

Laden Sie sich den Leitfaden zur Erhaltung der Atemwegsgesundheit herunter.

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Schnelles Handel ist gefragt!

Ein Präventionsprogramm führt meist nicht zum erhofften Erfolg. Es ist daher wichtig, die frühen Anzeichen, wie eine laufende Nase, zu erkennen und darauf zu reagieren.

Im frühen Stadium ist es möglich, die Schleimbildung mit einem Produkt wie Farm-O-San Pulmosure LD zu stimulieren und die Atemwege freizumachen.

Wie erkenne ich die Kälber, die eine zusätzliche Unterstützung benötigen?

 Messen Sie die Körpertemperatur der Tiere, um herauszufinden welche Kälber leicht angeschlagen sind. Bei Kälbern mit einer Temperatur von 39,5 ° C oder mehr ist es Zeit, den Tierarzt zu kontaktieren.

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