Kontrolle der Kalziumbilanz während und nach der Abklabung

Kalziumdefizit bei Kühen

Unmittelbar nach dem Kalben fällt der Blutkalziumspiegel der Kuh deutlich ab. Die Kühe versuchen auf diese rasante Absenkung schnell zu reagieren, indem sie die Aufnahme von Kalzium aus dem Futter und durch die Mobilisierung von Kalzium aus den Knochen erhöhen. Da ältere Kühe einen weniger aktiven Knochenstoffwechsel haben, treten bei älteren Kühen häufiger Probleme mit niedrigem Blutkalziumspiegel auf.

Milchfieber bei Kühen

Die hormonelle Anpassung, die erforderlich ist, um einen Kalziummangel bei Kühen zu vermeiden, dauert etwa zwei Tage. Milchfieber tritt dann auf, wenn die Kuh in dieser Zeit ihre Kalziumaufnahme nicht erfolgreich erhöht.

Subklinisches Milchfieber bei Milchkühen

Die meisten Kühe, die keine sichtbaren Anzeichen von Milchfieber zeigen, haben nach dem Abkalben trotzdem einen zu niedrigen Blutkalziumspiegel. Hieraus resultiert ein subklinisches Milchfieber. Auf jede Kuh, bei der klinisches Milchfieber auftritt, kommen etwa 4 weitere Kühe mit subklinischen Milchfieber. Das subklinische Milchfieber führt bei Milchkühen zu einer abnehmenden Aufnahme von Trockenmasse. Desweiteren trägt es zu einer nierdrigeren Milchproduktion, einer verminderten Fruchtbarkeit und dem erhöhten Risiko einer steigenden Remontierungsrate bei.

Der Übergang zur Laktation

Rund um die Zeit der Abkalbung kommt es bei Kühen zu extremen Stoffwechselveränderungen:

  • Abkalbung: Hoher Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten.
  • Extremer Anstieg des Kalziumbedarfs.
  • Beginn der Milchproduktion: Beginn der negativen Energiebilanz.

Wenn der Übergang zur Laktation nicht gut betreuet wird, treten in den ersten 60 Tagen, nach der Abkalbung oftmals schwere, gesundheitliche Probleme bei den Tieren auf.

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