Besser durchatmen für eine gesunde Zukunft

Atemwegsgesundheit

Atemwegsprobleme bei Lämmern haben einen erheblichen wirtschaftlichen Einfluss auf die Schafzucht.

Beobachten Sie Ihre Herde

Das regelmäßig Beobachten der Herde hilft, die Gesundheit der Tiere zu bestimmen.
Ein vitales Lamm:

  • ist im Freien fast den ganzen Tag aktiv unterwegs.
  • trinkt regelmäßig.
  • hat eine warme Nase.
  • hat eine Körpertemperatur zwischen 37,5oC - 39oC.
  • hat keine geschwollenen Gelenke.

Halten Sie die Atemwege gesund

Um die Atemwegsgesundheit Ihrer Lämmer sicher zu stellen, können Sie einige Vorkehrungen treffen:

  • Stress

    Stress

    Stress kann zu einem geschwächten Immunsystem führen. Vermeiden Sie daher Situationen, die das Lamm in Stress und Unruhe versetzen.

  • Impfungen

    Impfungen

    Es stehen gute Impfstoffe für Lämmer zur Verfügung. Die passive Immunität, welche durch das Kolostrum aufgebaut wird, bleibt etwa bis zur 6. Lebenswoche erhalten. Die Lämmer sollten zwei mal geimpft werden, bevor die passive Immunität nachlässt. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt eingehend beraten, um sicher zu gehen, dass Ihre Lämmer im richtigen Moment optimal versorgt und gut geschützt werden.

  • Haltung und Belüftung

    Haltung und Belüftung

    Vermeiden Sie eine Überbelegung der Ställe. Sorgen Sie gleichzeitig für eine ausreichende Belüftung und verhindern Sie starke Schwankungen in Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Versuchen Sie gleichmäßige Altersgruppen zu gestalten und lassen Sie keinen Kontakt zwischen den Gruppen zu.

  • Kolostrummanagement

    Kolostrummanagement

    Das Kolostrum enthält eine Vielzahl von Antiköpern, welche die Atemwegsgesundheit der Lämmer unsersützen. Insbesondere, wenn die Mutterschafe entsprechend geimpft wurden.
    Gehen Sie sicher, dass die Lämmer in den ersten 24 Stunden genügend Kolostrum bekommen. Prüfen Sie, ob das Mutterschaf genügend Kolostrum produziert. Achten Sie intensiv darauf, dass das Lamm auch tatsächlich gesäugt wird und überprüfen Sie zusätzlich, durch Abtasten des Bauches, ob es wirklich getrunken hat.

  • Entwöhnung der Lämmer

    Entwöhnung der Lämmer

    Entwöhnungsstress führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Vermeiden Sie jedglichen Stress Rund um die Entwöhnung so gut wie möglich:

    - Mischen Sie keine Lämmer aus verschiedenen Gruppen, während sie gleichzeitig entwöhnt werden.
    - Halten Sie die Mutterschafe in einem getrennten Bereich und lassen Sie die Lämmer in ihrer vertrauten Umgebung.
    - Vermeiden Sie in dieser Zeit alle Aktionen, die einen direkten Tierkontakt erforden, zum Beispiel Klauenschneiden oder Entwurmen.

  • Lämmer aus verschiedenen Herkunftsbetrieben

    Lämmer aus verschiedenen Herkunftsbetrieben

    Transportstress und das Zusammenbringen von Lämmern unterschiedlicher Herkunftsbetriebe, können zu einer Schwächung des Immunsystems führen. Tiere mit unterschiedlichem Immunstatus, die gemischt und in eine neue Umgebung transportiert werden, können zusätzliche Unterstützung für die Aufrechterhaltung der Atemwegsgesundheit gebrauchen.

  • Überbelegung

    Überbelegung

    Überbelegung der Stallungen führt zu Stress und zu einer reduzierten Luftzufuhr für jedes Tier. Vermeiden Sie stets eine Überbelgeung und sorgen Sie für die entsprechende Belüftung der Räumlichkeiten, wenn Sie die Tiere im Stall halten.

Management - Zeiten in denen die Lämmer besondere Unerstüzung benötigen

In jedem normalen Schafzuchtbetrieb gibt es vorhersehbare Zeiten in denen die Lämmer zusätzliche Unterstützung brauchen, um ihre Atemwegsgesundheit aufrecht zu erhalten. Während dieser Perioden kann es hilfreich sein, die Atmung zu unterstützen und die Selbstreinigung der Atemwege zu stimulieren.

Wie sorgt man für gesunde Atemwege und ein freies Durchatmen?

Leider führt Prävention nicht immer zum Erfolg. Es ist daher wichtig, die Tiere mit Krankheitssymptomen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Sobald das erste Tier hustet oder Nasenausfluss hat, ist es empfehlenswert, die Atmung zu unterstützen und die Selbstreinigung der Atemwege aller Tiere innerhalb der Herde zu stimulieren.